Mobil in die Zukunft

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Das Integrierte Mobilitätskonzept (IMK)

Unsere Leitlinie für eine neue Mobilität in Ebersberg

  • Wir treten für Tempo 30 flächendeckend in der Innenstadt ein.
  • Die Sicherung neuralgischer Punkte, z.B. der Amtsgerichtskreuzung und der Fußgängerfurten beim „Münchner Merkur“ bleibt unser Ziel.
  • Wir werden eine innerörtliche Verlagerung des Durchgangsverkehrs im Stadtzentrum (Marienplatz), wie im IMK beschrieben, prüfen und vorantreiben.
  • Der weitere Ausbau von inner- und überörtlichen Busverbindungen (mit weiteren Haltestellen und digitalen Fahrgastinformationen) muss im Auge behalten werden.
  • Wir unterstützen die Forderung nach einem Begegnungsgleis auf der Bahnstrecke nach Grafing Stadt, mit einem zweiten S-Bahnhof, einem kürzeren S-Bahn-Takt und einer Elektrifizierung der Bahnstrecke nach Wasserburg.
  • Für die Umsetzung unserer Ziele sind wir auf andere Beteiligte (z.B. staatliches Bauamt, Deutsche Bahn) angewiesen. Am Anfang steht aber der politische Wille. Ohne diesen bleibt alles, wie es ist.

Integriertes Mobilitätskonzept Ebersberg (2024) – Analyse (PDF, 66,06 MB)

Integriertes Mobilitätskonzept Ebersberg (2024) – Lösungen und Maßnahmen (PDF, 35,60 MB)

Integriertes Mobilitätskonzept Ebersberg (2024) – Material (PDF, 31,14 MB)

Negative Effekte von Verkehr reduzieren

Autoverkehr hat für unser Leben nicht nur positive Effekte. Die negativen Effekte, wie Lärm, Risiko, Abgase und zugeparkte Flächen kann man reduzieren. Dabei hilft: die Elektromobilität fördern, Ladeinfrastruktur ausbauen. Das können wir in der Stadt allerdings nur bedingt umsetzen. Aber worauf wir Einfluss nehmen können: Verkehr verlangsamen, Sicherheit an neuralgischen Punkten erhöhen, öffentliche Verkehrsmittel ausbauen. Und wir alle können unserer Auto öfter mal stehen lassen.

Gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer

Wir kämpfen für eine Verkehrssituation, in der alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer einen sicheren „Raum“ haben, auch Fußgänger, Radfahrer und Menschen mit Beeinträchtigungen. Vor allem unsere Kinder müssen ohne Gefahr in ihrer Heimatgemeinde unterwegs sein können. Darum: flächendeckend Tempo 30.

Auf Gemeindestraßen, wie der Münchener Straße, wäre bereits heute Tempo 30 problemlos möglich. Die Einführung scheiterte bisher an den Mehrheitsverhältnissen im Stadtrat. Bei Änderung der Mehrheitsverhältnisse wäre eine Einführung in kurzer Zeit möglich.

Aufwertung des Radverkehrs

Radfahren entlastet die Straßen erheblich und senkt den Schadstoffausstoß. Leider werden Radfahrer im Straßenbau und in der Stadtplanung seit Jahrzehnten nachrangig im Vergleich zum motorisierten Verkehr betrachtet. Die Schwachstellen des Ebersberger Straßennetzes für Radfahrer müssen behoben werden. Im Jahr 2018 hat der SPD-Ortsverein Ebersberg eine Umfrage zum Radfahren in Ebersberg durchgeführt. Seitdem setzen wir die darin benannten Probleme Stück für Stück um, was durch Widerstand und durch überholte Sichtweisen häufig nicht einfach ist.

  • Radtangenten von den Wohngebieten im Westen der Stadt Richtung Marktplatz, Bahnhof und Klostersee schaffen
  • Schnell-Radwege von Ebersberg nach Grafing Bahnhof, Grafing, Steinhöring und Kirchseeon planen
  • Sichere, individual mietbare Fahrradstellplätze bauen

Ausbau des ÖPNV

Um allen Menschen, auch jenen ohne Führerschein oder eigenes Auto, Mobilitätsgerechtigkeit anbieten zu können, ist der Ausbau des ÖPNV notwendig. Dafür muss einerseits der örtliche Nahverkehr ausgebaut werden (z.B. durch Rufbus, Sammeltaxi oder eine Ringbuslinie). Andererseits müssen auch andere Städte und Gemeinden besser als bisher mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein (z.B. 10-min-Takt im MVV, Ausweichgleis zwischen Ebersberg und Grafing, zweiter Bahnhof, höherer Takt auf den Buslinien durch den Ebersberger Forst).

Bürger*innen im Prozess beteiligen

Bürgerinnen und Bürgern Alternativen zum Individualverkehr anzubieten ist das eine, ein Bewusstsein schaffen das andere. Wir müssen erkennen, dass wir jetzt handeln müssen. Auch wenn wir ungern auf das Auto verzichten. Die kreative Lösungssuche muss im Kindergarten beginnen, in der Schule fortgeführt werden und zusammen mit Unternehmen fortgeführt werden. Alle Teile der Bevölkerung müssen sich motiviert fühlen auszusteigen.

Wir können die Mobilitätswende nicht ohne die Bürger*innen erreichen. Ziel ist, in einem Bürgerdialog zu treten, um einen breiten Konsens zu erreichen.