Innovative Bauprojekte in Ebersberg
Bürgermeister Ulrich Proske, Manfred Haupt (geschäftsführender Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Ebersberg eG) und Frederik Mann (Geschäftsführer der Eurythos Unternehmensgruppe) gaben Einblick in die aktuelle Situation in der Bau- und Immobilienbranche, erläuterten Kosten und Rahmenbedingungen, Energieeffizienz und gesetzliche Regelungen.
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32 geförderte Wohnungen
Die Wohnungsgenossenschaft Ebersberg errichtet 32 geförderte Wohnungen im Augrund, im Südwestern Ebersbergs. Manfred Haupt berichtet, dass dieses Projekt kostensparend ohne Tiefgarage erstellt werden kann, da pro Wohneinheit nur noch ein halber Stellplatz gestellt werden muss. Die Projekte werden in Ziegelbauweise durchgeführt. Bauen mit Holz sei zwar sehr beliebt, preisgünstig und Holz ein nachhaltiger Baustoff, Ziegelbau sei aber langlebiger und robuster, sagt Manfred Haupt.
Neben den geförderten Wohnungen wird auch über 700 Quadratmeter mietpreisgedämpfter Wohnraum entstehen, dafür gibt es keine Förderung, die Stadt hat aber ein Belegungsrecht, z.B. für Mitarbeiter.
Grund für den Baurückgang im Mietwohnungssektor sind die gestiegenen Baukosten, höhere Anforderungen an energetische Standards und gestiegene Zinsen.
Gesundheitscampus und barrierefreies Wohnen
Der „Gesundheitscampus“ in der Kolpingstrasse bietet für Ebersberg ein umfassdendes Angebot unter einem Dach: ein Medizinzentrum, Servicewohnen für Senioren und eine Tagespflege mit angeschlossenem ambulantem Pflegedienst. Dazu wird es Räume für den Einzelhandel geben. Der Betreiber der Tagespflege und des Pflegedienstes wird das Bayerische Rote Kreuz (BRK) sein. Als Mieter für das Medizinzentrum steh bereits das Ebersberger ZOS fest.
Das Projekt Etrium (Eurythos) in unmittelbarer Nähe zum Gesundheitscampus bietet modernes und barrierefreies Komfortwohnen (bei Bedarf können Pflege- oder Unterstützungsleistungen hinzugebucht werden.
Thema: Standortvorteil Ebersberg
Manfred Haupt und Frederik Mannanerkennend lobten die verlässlichen Politik durch den aktuellen Bürgermeister und nannten die gute Anbindung an München sowie Ebersbergs eigene Infrastruktur als einen der Standortvorteile der Stadt.
Thema: Energieversorgung in Ebersberg
Aufgrund einer Gesetzesänderung ab 1. Juli sind Quartierslösungen wieder mit kfW 55 förderfähig (bisher war dies nur bei kfw 40 möglich). Wie Manfred Haupt darstellte, liegt Ebersberg zurzeit noch bei über 60% fossiler Brennstoffe. Eine Grobplanung für Quartiere mit Nahwärmeversorgung wäre also hilfreich. Proske erläuterte die Probleme, die damit einhergehen: die Untergrundinfrastruktur muss dafür neu organisiert werden und Straßen müssen aufgerissen werden.
