NAH DRAN: Die KI … Und WIR?

Die Referent*innen

Dr. Norbert Huchler
Wissenschaftler und Mitglied des Vorstands am Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V. (ISF-München)

Lena Pölzer (musste leider krankheitsbedingt absagen)
Soziologin und Sozioinformatikerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Algorithm Accountability Lab der RPTU Kaiserslautern-Landau

Nils Boeffel
Freiberuflicher Unternehmensberater (MBA Studium Singapur und Master of Computer and Systems Engineering USA)

Michaela Mellinger
Unternehmerin, stellvertr. Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Selbständige in der SPD (AGS)

Moderation: Maria Weininger und Max Zeller

Und jetzt schon den nächsten Termin notieren:

NAH DRAN am Mi. 21. Oktober, 19.30 Uhr

Thema: Unser Grundwasser

Der Veranstaltungsort wird noch bekannt gegeben.

Abschließend gefragt: Wie schaffen wir es, einen realistischen und ethisch, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltigen Umgang mit der KI zu pflegen?

Michaela Mellinger: „Lernt, in mehreren Perspektiven zu denken, tauscht Euch aus mit echten Menschen. Bleibt optimistisch, aber auch kritisch.“

Dr. Norbert Huchler: „Zum Einen brauchen wir öffentlich frei zugängliche KI-Infra-Strukturen, um der Machtproblematiok entgegen zu wirken. Dann müssen wir wie in der Energieversorgung und in der Mobilität brauchen wir eine digitale Infrastruktur. Und wir müssen wegkommen von der Mystifizierung von KI, das sind ablenkende Diskurse.“

Nils Boeffel: „Wir als Gesellschaft haben entschieden: Alle sollen versichert werden. Auf KI übertragen heißt das: Wir müssen überlegen, welche Werte KI verfolgt. Wenn wir eine wertebasierte Gesellschaft wollen, müssen wir das in Gesetze verpacken.

Dr. Norbert Huchler: „Das Auto ist auch da und wir haben viele Normen, wie es konstruiert sein muss, wie ein Fußgänger geschützt werden muss. Es nicht nicht Neues, das wird mit jeder gesellschaftlich relevanten Technologie angepasst, damit sie funktionieren und nicht gefährden.“

Nils Boeffel: „Den Sicherheitsgurt für die KI entwickeln und vorschreiben.“

Dr. Norbert Huchler

„Wenn ich mit KI effizienter werde, heißt das noch nicht, dass alles effizienter wird. Es kann jemand mit der KI jede Minute eine Preisanfrage verschicken. An einer anderen Stelle verursacht seine Effizienz wahnsinnig viel Arbeit.“

„Wir müssen aufpassen, nicht unendlich viel Content zu produzieren – viele Geschäftsmodelle am Tag und am nächsten Tag gleich wieder. Das macht ja nicht nur einer, das machen zehntausend Leute.“

„Früher hat man sich ausgetauscht und sich kennenlernt, heute macht man das mit KI. Da muss man fragen: Was macht das mit den sozialen Beziehungen? Was macht es mit dem Wissen? Was macht es mit der Qualität der Arbeit?“

Nils Boeffel

„Wenn man eine Abteilung mit 20 Leuten hat, könnte man mit KI die Arbeit auf drei oder vier Leute reduzieren. Die Ausgabe des Management ist nun zu überlegen, was man mit den anderen 16 macht. Hey, da gibts im Unternehmen noch die Chance, was anderes zu machen. Idealweise kann man die Unternehmensstruktur optimieren und nicht die Leute rausschmeissen. Das ist die Intelligenz, die auf der Managementebene gefragt ist.“

„Der Entscheidungsraum für das Manegement hat sich verändert.“

„Wie nimmt man die Menschen mit?“

Michaela Mellinger

„Wir brauchen die Effizienz, aber noch wichtiger ist die Effiktivität. Was macht uns aus und wie unterscheiden wir uns von den anderen? Ich muss die menschliche, gesellschaftliche und soziale Perspektive verstehen und daraus etwas machen. ich brauche 20, 30, 40 Ideen, dass eine gewinnbringend ist.“

Bald ist hier mehr zu lesen.